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Entdecke mit uns die unendlichen Weiten von Star Trek...

StartPicardPicard - Season 3Erstrezension: Star Trek: Picard 3x07 - "Dominion"

Erstrezension: Star Trek: Picard 3×07 – “Dominion”

Die siebte Folge bietet dezente Action, setzt aber zugleich auf Charakterwerte. Zumindest an zwei Stellen gibt es hier aber einiges an Kopfschmerzen. Und der Rest? Nun ja, das lest ihr in dieser SPOILER-Review.

Mr. Tuvok, I Presume?

Gleich zu Beginn spendiert uns “Dominion” einen Gastauftritt von Tim Russ als Captain Tuvok. Doch zu früh gefreut: Der Vulkanier entpuppt sich schnell als Wechselbalg. Wie Seven stellte sich auch mir hier die Frage, was wohl mit den echten Personen passiert ist? Wurde Tuvok abgemurkst, wie der namenlose Ensign vor ein paar Folgen, dessen Gestalt der Wechselbalg angenommen hatte?

Auf der einen Seite ist er ein Hauptcharakter, auf der anderen hat das neue “Star Trek” vor prominenten Opfern noch nie halt gemacht. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass Tuvok die Staffel nicht überleben wird. Aber leider ist es ebenso wahrscheinlich, dass wir dazu am Ende der Staffel – wo wieder alles ad hoc “aufgeräumt” werden muss – nichts mehr dazu erfahren werden.

Schön ist das Spiel zwischen Jeri Ryan und Tim Russ aber allemal. Und auch die Erwähnung von Janeway macht neugierig. Werden wir den Admiral noch sehen? Vielleicht in Vorbereitung auf “Star Trek: Legacy”? Auch wenn das natürlich etwas Wind aus “Prodigy” nehmen würde. Die Serie spielt 20 Jahre früher und dadurch wüsste man nämlich, dass Janeway die Animationsserie definitiv überleben wird.

Sprühende Funken

Auch Jack und Sidney bekommen einige Szenen spendiert, in denen sich Jacks ungewöhnliche Fähigkeiten noch mehr erweitern. Was es mit Jack auf sich hat, bleibt eines der großen Mysterien, die wir auch nach dieser Folge nicht weiter erforschen. Insofern merkt man hier erstmals, dass es sich wieder um eine Füllerepisode handelt, die nur dazu dient, die Handlung der Staffel irgendwie auf zehn Folgen zu strecken. Das (künstliche) Hinhalten nervt leider langsam.

Und später ist es auch etwas unlogisch, dass Jack und Sidney so eingesperrt werden (bzw. freikommen) – so wie es das Drehbuch halt verlangt. Das wäre auch einfacher und mit mehr Unterstützung gegangen. Aber auch sonst sprühen bei den Actionsequenzen der Episode ordentlich die Phaser-Funken.

Funken sprühen auch zwischen Jack und Sidney. Und das nehme ich den beiden auch nach nur drei Episoden ab, eben weil die Chemie zwischen Ed Speleers und Ashlei Chestnut einfach stimmt.

Die Causa Vadic

Und auch an einer weiteren Stelle “funkt” es diesmal etwas besser. Amanda Plummers Captain Vadic bekommt hier nämlich endlich mehr Screen Time. Dadurch erfährt man auch einiges zu ihren Hintergründen. Etwas schade ist an dieser Stelle, dass die Sache mit Riker und Troi nicht weiterverfolgt wird. Auch Raffi und Worf fehlen unverständlicherweise.

Das wiegt umso schwerer, als dass die Folge halt mal wieder nur auf dem Titan-Set spielt und man sich an den ewig gleichen Korridoren inzwischen satt gesehen hat. Und warum schaut nicht mal einer auf dem Würger nach, als man Vadic (kurzzeitig) festgesetzt hat? Okay, es weiß keiner, dass Riker und Troi dort sind. Aber trotzdem…

Doch zurück zur Causa Vadic. Die darf erzählen, was ihr widerfahren ist. Ja, man kann hier meckern, warum es in der Föderation noch möglich ist, solche Forschungen (genauer gesagt Folter) an Formwandlern durchzuführen. Das war ja genau das, weswegen die Gründer den Dominion-Krieg angefangen haben. Und ja, es ist 25 Jahre her und damals war Sektion 31 in ihrer Blütezeit. Aber bereits letzte Woche hatte man mit Sachen wie dem genetisch veränderten Tribble einige fragwürdige Experimente auf Daystrom eingelagert. Immerhin sind genetische Manipulationen in der Föderation verboten.

Keine TNG-Lösungen

Aber gut, sehen wir darüber mal hinweg. Ebenso darüber, dass – wie mein Kollege Christopher schon angesprochen hat – Picard eigentlich im Dominion-Krieg wenig in Erscheinung trat. Da funktioniert Vadics Hintergrund – und vor allem auch das Gespräch mit Picard – eigentlich wunderbar und hat mich stellenweise an gute TNG-Zeiten erinnert.

Amanda Plummer spielt hier richtig auf und es hätte so schön sein können… Wenn man es am Ende nicht total in den Wind geschossen hätte! Denn Beverly und Jean-Luc diskutieren ernsthaft darüber, Vadic aus dem Weg zu räumen (was ihrem Hass sicher neuen Nährboden geben dürfte, wenn man es nur zwei Meter neben ihr macht!).

Wo sind die guten TNG-Lösungen geblieben? Picard sagt ja selber noch, dass er das nicht wusste. Ich hätte nun erwartet, dass Picard Vadic versichert, dass er die Verantwortlichen hinter Gitter bringen und ihr soweit wie möglich helfen wird. Und selbst wenn Vadic dann nicht drauf einsteigt, sondern weiter ihrem Hass hinterherhängt, hätte Picard diese Agenda weiter verfolgt.

Das wäre der Geist von “Star Trek” gewesen, den ich in den neuen Serien vermisse. Das hätte sich – ungeachtet des Ausgangs um Vadics Flucht – hier hergehört. Und nicht das (schlechte) Phaser-Feuer auf die Fliehende.

Und wo wir gerade beim Phaser-Feuer sind: Immerhin schießen die Leute von der Sternenflottle diesmal in bester Sturmtruppen-Manier auch dauernd daneben. Das beginnt bei Vadics Entertruppen und endet mit Vadics Flucht. Sorry, aber wie doof muss man sein, um Vadic auf diese Entfernung mehrmals zu verfehlen? Noch dazu ist sie sehr langsam (die DS9-Formwandler hätten hier mehr Tempo gezeigt). Das war einfach nur unglaubwürdig! Und ja, ich weiß, einige werden jetzt sagen, dass einige Schüsse durchaus getroffen haben. Aber Vadic kann trotzdem entkommen, weil das Drehbuch es halt verlangt. Puh…

Die Effekt-Lore!

Immerhin, effektetechnisch kann man nicht meckern, auch wenn alles wieder in dunklen Kulissen spielt und es diesmal auch vermehrt wieder Lens Flares gibt. Die sind diesmal leider auch total störend und zumindest an dieser Stelle muss man der Episode Schlamperei vorwerfen. Denn wenn die Flares den Zuschauer blenden, lenkt das entweder von etwas ab. Oder es ist halt einfach schlecht gemacht.

Dafür sind die Weltraumszenen mit der sich im Trümmerfeld von Chin’toka versteckenden Titan und er Rest wieder soweit in Ordnung. Nicht in Ordnung ist hingegen die Data-Sache.

Ich hatte es ja schon letzte Woche erwähnt: Warum zum Teufel stopft man Lore mit zu Data rein?!!! Um mal eine Analogie zu benutzen: Ich stopf dir Hitler mit in den Kopf, damit du menschlicher wirst! Bitte was? Im Ernst? Wer schreibt solche Erklärungen?

Und dann auch noch ein derart instabiles System (Datalore, immerhin der Titel einer TNG-Folge) direkt ans System anschließen? Ich arbeite ja selber in der IT und da schließen wir auch immer mit Viren verseuchte Rechner direkt ans Netz an… NICHT!!!. Was heute schon ein No-Go ist, sollte es bei Geordi mehr als 400 Jahre später erst recht sein.

Auch hier hat man halt wieder ziemlich offensichtlich ein Plot Device der Drehbuchlogik geopfert. Denn natürlich setzt sich Lore durch und verursacht Chaos im Schiff. Das war sowas von vorhersehbar. Und eigentlich auch unnötig…

Okay, Data bekommt endlich eine schöne Szene mit Geordi, die die Freundschaft der beiden betont (und im Deutschen immer noch mit SIE synchronisiert ist). Das stößt an dieser Stelle den Bock leider auch nicht mehr um.

Und so kommt es natürlich, wie es kommen muss: Vadic erobert das Schiff! Womit wir mal wieder nur einen kleinen Schritt in der Haupthandlung vorangekommen sind. Und wir uns folgerichtig erneut eine weitere Woche gedulden müssen…

Bewertungsübersicht

Bewertung

Fazit

Es hängt bei dieser Folge vieles davon ab, inwieweit man über die Löcher im Drehbuch hinwegsehen kann. Insgesamt macht die Folge durchaus Spaß und bietet einige nette Szenen. Allerdings werden viele von diesen, etwa mit Picard und Beverly als blutrünstige Mörder, auch stellenweise wieder demontiert. Hinzu kommen auffällige Fehlentscheidungen wie der Anschluss von Lore an die Systeme sowie die ewig gleichen tristen dunklen Korridore, die langsam wirklich zu nerven beginnen. Auch dass man allzu offensichtlich die Handlung noch auf die letzten Folgen streckt und man wieder mal keine weiteren Auflösungen bekommt, drückt die Wertung etwas nach unten. Also ja, die Folge macht einen kleinen Knick nach unten, ist aber beileibe kein Totalausfall. Bleibt zu hoffen, dass man sich nicht wieder in den letzten drei Folgen verrennt wie schon die Staffeln zuvor.
Deutscher TitelDominion
OriginaltitelDominion
SeriePicard
Staffel3
Episodennummer7
RegisseurDeborah Kampmeier
DrehbuchJane Maggs
US-Erstausstrahlung30.03. 2023
DE-Erstausstrahlung31.03. 2023
Sternzeit / Missionsdatum2401/2370er
Dauer47
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Es schön Tuvok oder besser eine Formwandler Version davon zu sehen.

Ich hätte ihn aber sofort als Fälschung enttarnt, denn die Ohren sehen komplett anders aus. Seit wann hat Tuvok den so dermaßen abstehende Ohren? Ich habe mir extra ein paar Bilder aus Voyager angeschaut und die sahen nie so aus.

Ist das jetzt ein Produktionsfehler oder hat es der Formwandler einfach nicht richtig hinbekommen. Odo hatte ja auch Probleme die Ohren richtig hinzubekommen

Diese Segelohren sind generell in Nu Trek sehr auffällig, auch bei Discovery. Die Maskenbildner scheinen es einfach nicht mehr gebacken zu kriegen. Es sah regelrecht peinlich aus.

Danke für die Rezension. Für mich wieder eine tolle („geniale“) Folge, hier 9 von 10. Bisher schlägt diese Staffel alles: 7 Folgen hintereinander mit Wertungen von 8 bis 9,1 von 10 bei IMDb!!! Wieder tolle Charaktermomente! Zu ein paar Punkten der Rezension: Für mich ist das keine Füllepisode, dazu ist Zuviel passiert. Die Causa Vadic, klasse gespielt von A. Plummer. Sehr glaubwürdig, dass der Geheimdienst der Strenenflotte Experimente dieser Art gemacht hat, es ging damals um das „Überleben“ der Föderation“! „..Ich hätte nun erwartet, dass Picard Vadic versichert, dass er die Verantwortlichen hinter Gitter bringen und ihr soweit wie möglich… Weiterlesen »

Es gibt IMMER Alternativen zum blinden Abmurksen. Das hat uns TNG nun wirklich gelehrt. Was Picard und Crusher in dieser Episode zeigen (ich würde soweit gehen von grenzendem Genozid zu sprechen), ist komplett out of character und kommt jedenfalls viel zu schnell. Wenn man es wenigstens besser entwickelt und ausführlicher diskutiert hätte, wäre es vielleicht noch zu schlucken gewesen. Mir scheint immer mehr: Picard und Crusher sind bereit, Ihre Prinzipien über Bord zu werfen, weil es um ihren Sohn geht. Das mag zwar oberflächlich nachvollziehbar sein, passt aber in meinen Augen kein bisschen zum alten Picard. Genauso hatte er zu… Weiterlesen »

Ich fand das folgerichtig und durchaus im Sinne. “Blindes Abmurksen”, oder besser Ausschalten des Feindes hatte hier ein klares Ziel. Und…es gibt nicht immer eine Alternative zum Töten, manchmal st es notwendig!

Moment, hatte Picard in Ich bin Hugh nicht schon mal eine solche Situation – und sich dagegen entschieden, einen Massenmord zu veranstalten? Und das sogar vor dem Hintergrund seines Assimilationstraumas. Nein, so würde er doch nicht handeln!

Picard hatte sich zuerst für den Genozid und den Tod aller Borg entschieden. Nachdem er sich von der “Menschlichkeit” von Hugh überzeugt hatte, hat er seine Meinung geändert. D.h. Picard nimmt sehr wohl den Tod einer Spezei in Kauf!
Vadic ist nicht menschlich, sondern im Charakter unmenschlich!

Vadic ist nicht menschlich, sondern im Charakter unmenschlich!” -> Absolut nicht. Wie kannst Du zu so einem Urteil kommen? Sie ist doch selber das Ergebnis einer übelsten Misshandlung à la Doktor Mengele. Sie ist ganz maßgeblich ein Opfer, und der alte Picard hätte das gesehen. Jetzt wird einfach darüber hinweggegangen. Es werden Verdammungsurteile gesprochen und einfache Weltbilder angelegt. Nein, das ist einfach nicht richtig. Wie gesagt, wenn es wenigstens einen längeren Diskussions- und Aushandlungsprozess gäbe, aber das kommt mal eben über Beverlys und Picards Lippen. So wie es drehbuchtechnisch umgesetzt ist, ist es unterirdisch, dabei bleibe ich.

Hallo Miri, ich respektiere deine Meinung und kann sie auch nachvollziehen. Ich wäre derselben, wäre Picard und die Besatzung der TITAN nicht in einem Krieg und die Einzigen, welche ein Genozid der Föderation verhindern können. Da gelten andere Regeln! Aber nochmals zu den Wechselbälgern: Memory Alpha: „..Viele Mitglieder werden zum Beitritt ins Dominion gezwungen, oder werden von den Soldaten des Dominion brutal unterworfen… folgt dem Grundsatz: Das Dominion entscheidet, ob sie etwas haben, was es braucht, und nimmt es sich…Entweder durch Verhandlungen oder mit Gewalt…Dazu gehört auch der Einsatz von biologischen Waffen, durch die im Laufe der Zeit einige Völker… Weiterlesen »

Hallo Alex, jemand wie Odo hat doch gezeigt, wozu auch ein Wechselbälger in der Lage ist. Egal, wie totalitär eine Gesellschaft ist, sollte man doch als geläuterte, angeblich so humanistische Föderation nicht die Mittel der übelsten Feinde übernehmen, ja sogar noch niederträchtiger werden. Daher fand ich selbst in DS9 den Genozid-Plan schon extrem heftig, aber dort war er intelligenter eingefädelt, weil klar wurde, dass in den Reihen der Sternenflotte maulwurfartig S31 agiert und dies vorangetrieben hat. Dass die Föderation dann gezögert hat, diesen kriegstreibenden Formwandlern das Heilmittel herauszurücken, war krass, aber tatsächlich nachvollziehbar, denn es war ein echtes Druckmittel. Aber… Weiterlesen »

“Also die Wechselbälger haben keine menschlichen Eigenschaften, sie können in ihrer „Politik“ mit Hitler verglichen werden. Die Versuche an Vadic waren damals notwendig, aber -nnach menschlichen Maßstäben – unmenschlich! Wäre dir Hitler menschlich vorgekommen, wenn er gequält worden wäre???” -> Das ist die Art, wie moderne TV-Produktionen die Enthumanisierung vorantreiben. Du scheinst es leider verinnerlicht zu haben. Tut mir leid, es schockiert mich wirklich, wie und was Du schreibst. Gerade weil die Föderation im Grunde erst Vadic mit allem, wie sie ist, hervorgebracht hat. Und dass solche verwerfliche Misshandlungen und Experimente “notwendig” seien, würde ich mal hinterfragen. “Notwendig” ist niemals… Weiterlesen »

Hallo Miri, sicherlich hat der Umstand, das Vadic Jack “benutzen” wollte, die Entscheidung von Picard und Beverly leichter gemacht. Aber sie war richtig! “..Du scheinst es (die Enthumanisierung) leider verinnerlicht zu haben…” Bitte keine Unterstellungen, wir wollen doch respektvoll miteinander umgehen. Vadic hgehört zu den Hitler-Monstern des Delta-Quadranten…sind diese menschlich..nein. Sie können sich nur in Menschen verwandeln. Vadic war schon vor den Experimenten dieses Monster. Das Monster ist eben wütender, das ist alles. By the way: Definition Human: “die Würde des Menschen achtend, menschenwürdig”…. Also der Versuch die Föderation auszurotten ist human?? Vadic ist human, damit sie dann Enthumanisiert wird… Weiterlesen »

Hitler-Monster… Was für Begriffe Du hier verwendest. Ich kann mich nur deutlich davon distanzieren. Natürlich ist es Fiktion, aber mit Star Trek hat diese Denke meines Erachtens nichts mehr zu tun. Aber hey: Du liegst damit voll im Zeitgeist. Heute macht sich scheinbar kaum noch jemand Gedanken über etwas. Was nicht sein soll, darf nicht sein, also mit einmal den großen Eliminierungsstrahl auspacken. Tschüssi.

Hallo Miri,
Hitler-Monster ist natürlich überzeichnet, aber treffend!
“..Du liegst damit voll im Zeitgeist. Heute macht sich scheinbar kaum noch jemand Gedanken über etwas..” Also meine Meinung ist der “Zeitgeist” und ich mache mir keine Gedanken?
Sind wir jetzt wieder bei “richtigen und falschen” Meinungen?
Wie gesagt, ich respektiere deine (andere) Meinung.
Für mich schließe ich das jetzt ab, es wurde ja alles gesagt. Danke für die Diskussion!
Luve long and prosper!

Ja, es ist in der Tat der aktuelle Zeitgeist. Das erleben wir nämlich gerade wieder, wenn der Feind als „Orks“ bezeichnet wird. Orks sind fiktive, seelenlose Wesen aus „Lord of the Rings“ und fallen demnach nicht unter die Menschenwürde, die wir als „westliche Wertegemeinschaft“ doch so vehement überall auf dem Globus propagieren. Ohne solche entmenschlichenden Narrative kann man die demokratische Masse aber eben nicht für militärische „Lösungen“ gewinnen. Deshalb müssen Demokratien – vor allem postheroische Gesellschaften wie die unsrige – in Kriegszeiten auch einen Widerspruch „auflösen“, den es in autoritären bzw. faschistischen Staaten so nicht gibt: Einerseits bekennen wir uns… Weiterlesen »

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von Matthias Suzan

Ich weiß nicht, wer den Feind als Ork bezeichnet. Aber du redest drum herum. Im (gerechten, den gibt es) Krieg müssen Soldaten andere Menschen töten. Dazu muss der “andere” aber nicht entmennschlicht sein.
Bestes Beispiel der Ukraine-Krieg. Hier müssen UKR Soldaten RUS Soldaten töten…und zwar gerade wegen der Menschenwürde!

Naja, du redest wenigstens nicht drum herum, dass deine ethischen roten Linien im Extremfall (Krieg) scheinbar sehr dünn gezogen sind. Da muss ich Miri beipflichten. Auch ich kann mich davon nur entschieden distanzieren. Hier mal ein Link zum “Ork”-Narrativ: https://www.kreiszeitung.de/politik/ukraine-news-russen-werden-zu-orks-wie-die-sprache-den-ukraine-krieg-veraendert-91485159.html Die Geschichte hat gezeigt, dass sich solche Narrative auch ganz schnell verselbstständigen können und auch auf der Seite der Guten zu Kriegsverbrechen führen können. Und zu einem gegenseitigen Hass, der sich nicht mehr so schnell wieder besänftigen lässt. Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass das Töten von Menschen eine adäquate Lösung darstellt, um politische Probleme zu lösen. Das… Weiterlesen »

Halli Mathias, verliere vieleicht, aufgrund deiner vielen Antworten, die Übersicht. Ethik richtet sich im Extremfall, leider, danach, ob du überleben kannst oder nicht. Insofern ist das die Ausnahme der Regel: Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Glaubst du wirklich, das die Situatione des II. Weltkriegs ohne das von Menschen hätten (zum Guten?) beendet werden können? Sicherlich nicht! Ein gerechter Krieg ist z.B. einer, den die UN “genehmigt” (KOREA) oder wenn du Angegriffenen hilfst (2. Golfkrieg). Dein Beispiel mit dieser Folge hinkt, alles Vergangenheit und abgeschlossen. Da könnte die Förderion ja an vielen Rassen Genozide durchführen (Klingonen?). Dem letzten Satz stimme… Weiterlesen »

Ok, da sind wir fundamental unterschiedlicher Ansicht.

Kann dem nur zustimmen. Ich verstehe aber deinen Ansatz. Wäre schön, wenn das möglich wäre!

Hier ist der Unterschied zwischen einem Angriffskrieg und einen verteidigungskrieg sehr relevant.

Die Ukr. Hatten ja schließlich keine Wahl.

Nein, die Wechselbälger sind paranoid, weil sie vor langer Zeit von den Solids wegen ihrer Andersartigkeit verfolgt und getötet wurden. Sie sind nicht per se böse (siehe Odo). Wenn man es so sieht, dann haben nicht die Gründer den Konflikt mit en Solids angefangen, sondern es war genau umgekehrt. Und genau solche Perspektivenwechsel braucht es, um friedliche Lösungen zu finden. Jedenfalls kann man die Vorgeschichte der Wechselbalg-Paranoia nicht ausklammern. Ich verweise hier auf meine Artikelserie zum Dominion-Krieg. https://www.trekzone.de/2022/06/20/call-to-arms-der-dominion-krieg-in-star-trek-deep-space-nine-teil-1/ Du kennst Artikel 1 GG? „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Was hast du an dem Wort UNANTASTBAR nicht verstanden? Ich zitiere… Weiterlesen »

Also ich antworte nur kurz, du haust ja gerade ganz schön raus:
Erstens zitierst du Menschenrecht, ja die könnte man auf “Lebewesen” anwenden.
Auch Hitler war übrigens ein Mensch, deshalb hinkt der Vergleich nicht…oder entmeschlichst du etwa Hitler??
Natürlich heiligt der Zweck nicht die Mittel, das meinst du ja. Zur effektiven Bekämpfung war aber die “Folter” an Vadic, also das Entwickeln eines biologischen Kampfsstoffes ein adäquates Mittel und hat den Krieg mit dem Dominion beendet.
Hier geht es eher um den Maßstab, den ich anwende um in einem Krieg zu überleben.

Du hast meine Argumentation wohl nicht verstanden und widersprichst dir auch selbst. Ich habe ja explizit gesagt, dass auch der böseste Mensch noch Träger der Menschenrechte ist, eben weil sie UNVERÄUSSERLICH sind. Und ich habe deine Ansicht schon verstanden. Für dich heiligt der Zweck eben doch die Mittel, insofern davon das eigene Überleben davon abhängt. Sonst würdest du Folter und biologische Kampfstoffe im Falle einer drohenden Niederlage ja nicht als “notwendig” deklarieren. Mein Punkt ist aber dieser: Wenn die Föderation biologische Kampfmittel einsetzt, um den Krieg zu gewinnen, dann bewegt sie sich moralisch auf demselben niedrigen Niveau, das die Gründer… Weiterlesen »

Tja, ich bin da pragmatisch. Wenn das Überleben davon abhängt, dann muss es sein.

Kann man ja so sehen, aber damit stirbt halt auch die Eigenschaft von “Star Trek” als Utopie.

Für viele von uns bestand der Reiz von TNG eben darin, uns eine bessere Zukunft zu zeigen, in der wir uns als Menschheit weiterentwickelt haben. Im Vergleich zu TNG ist die Welt in PIC aber ein gesellschaftlicher Rückschritt. Und Charaktere wie Picard und Crusher wurden nicht (noch) weiser, sondern so wie wir heute sind.
Das ist schade!

Seh ich nicht so. Star Trek ist erwachsen und realistisch geworden und akzeptiert tatsächlich Konflikte. TNG hat sicherlich eine schöne Welt gezeigt, aus der man wunderbare Grundsätze ableiten kann…die im realen Leben scheitern. Bei PIC ist das nicht so!

Und damit schwimmt “Star Trek” in der Masse des Sci-Fi-Mainstreams und ist nichts Besonderes mehr. “The Orville” ist da mittlerweile tausendmal besser.

Star Trek wird nie im “Mainstream” (was immer das auch ist) mitschwimmen. Ich mag Orville, ist aber zuweilen eine billige Kopie und neigt zu “Aklbernheiten”.

Jaaa, die dritte Staffel ist die Beste! Due Geschichten um Bortus und die Tochter werden mir zu sehr “ausgelatscht”, aber gut! Stimmt, die “Dunkelheit” bei dieser Staffel verstehe nicht!

Mein Favorit ist inzwischen strange new worlds. Finde da hat man beides. Die helle Welt und das trek feeling.

Da geb ich dir recht. Und der “schräge” Frauenanteil wird ja wahrscheinlich mit Annäherung an die Crew von Kirk “umgekehrt”..…da meine ich nicht ganz so ernst…..

Lieber Alex1605, ich glaube, du hast „I, Borg“ nicht mehr richtig im Gedächtnis oder vielleicht auch nicht richtig verstanden. Picard ist anfangs wegen seiner schlimmen Erfahrung mit den Borg (Misshandlung, Kränkung, Rachedurst) emotional und somit auch moralisch kompromittiert und wird dann durch Beverly, Geordi, Guinan und schließlich durch sein Vier-Augen-Gespräch mit Hugh zur Besinnung gebracht. Das heißt, er findet wieder zu seinem eigentlichen Wertekanon zurück, in welchem Genozid ein No-Go ist. Er handelt am Schluss eben nicht utilitaristisch (zweckorientiert), sondern deontologisch (prinzipienorientiert). Die Entscheidung, keinen Genozid an den Borg durchzuführen, erfolgt hier noch BEVOR man sich einen konkreten Alternativplan überlegt.… Weiterlesen »

Lieber Matthias,
vielleicht hast du “I Borg” falsch verstanden.
“Wenn wir ihn auf diese Weise benutzen, wären wir nicht besser als der Feind, den wir zu vernichten trachten”
Was heißt den “den Feind zu vernichten”? Natürlich die Borg auslöschen. Er hat nur in Hugh etwas menschliches gesehen, mehr nicht.
Außerdem muss man einen Feind nicht entmenschlichen um ihn zu töten. Ich tue das auch nicht. Aber Vadic ist such kein Mensch sondern ein Lebewesen….eben mit Gedanken wie Hitler.

Picard erster Ansatz ist es tatsächlich, die Borg auszurotten. Davon kommt er aber ab. Und nein, er hat durch Hugh gesehen, dass ALLE Borg etwas “Menschliches” in sich haben. Und dass ALLE Borg grundsätzlich das Potenzial haben, sie zu verändern. Und genau deshalb kommt er ja zur Einsicht. Die Botschaft der Folge IST ein Statement GEGEN Genozid und GEGEN Sippenhaft. Leider hat „First Contact“ diese Charakterentwicklung von Picard später aus dramaturgischen Gründen ignoriert. Und doch, wenn man Teil einer liberal-demokratischen Gesellschaft ist, die die Menschenrechte als höchstes Gut betrachtet (Art. 1 GG, Menschenrechtskonvention), dann muss man den Feind zwangsläufig entmenschlichen,… Weiterlesen »

Also da sind wir bei Henne-Ei. Picard hat gesehen, das aus der “BORG-Maschine” ein Mensch werden kann oder besser ein unabhängiges Lebewesen (nicht alle Borg waren Menschen). Er wollte den Computervirus nicht anwenden, weil auch der (Mensch) Borg Hugh geopfert worden wäre. Er fragt ja nach Alternativen. Und erkennt, dass mann vielleicht aus allen Borg wieder Individuen machen kann.

Nein, er lehnt Genozid gänzlich ab, weil man damit Verrat an den eigenen Werten begehen würde.

Seh ich eben anders. Wäre szs dem Borg kein ” Mensch” geworden, hätte Picard den Genozid durchgeführt. Er wollte aber tatsächlich den Mensch Hugh nicht opfern.

Ich danke insbesondere Matthias für seine kluge Argumentation, bei der ich voll mitgehe. Ethik hin oder her, aber in PICARD machen es sich unsere Protagonisten einfach sehr leicht. Eine extrem folgenschwere Entscheidung wird mal eben so getroffen – obwohl man im Grunde noch kaum etwas über die neuen Wechselbälger weiß, Hintergründe noch vielfach im Unklaren liegen. Der alte Picard hätte meines Erachtens viele andere Wege auszuloten versucht, ehe er sich auf einen derart verhängnisvollen Pfad begibt. Und so bleibe ich dabei: Wenn es ein Im fahlen Mondlicht-Szenario à la DS9 gewesen wäre, wo fragwürdige Entscheidungen sich anbahnen und in einem… Weiterlesen »

Du redest irgendwie sehr oft von „militärischer Logik“ als Handlungsmaxime für die Föderation, vor allem im Kriegsfall. Aber die Föderation ist doch keine Militärdiktatur, sondern eine liberale Demokratie. Und in einer Demokratie ist das Militär der liberal-demokratischen Logik verpflichtet und nicht umgekehrt.

Zuletzt bearbeitet 1 Jahr zuvor von Matthias Suzan

Aha…Sektion 31….der Virus für’s Dominion…Umsiedeln der Baku usw.???

Wurden in “Star Trek” weitestgehend als unmoralisch bzw. illegitim deklariert. Sektion 31 arbeitet ohne demokratische Legitimation, die Ba’ku-Entscheidung wurde vom Föderationsrat neu verhandelt. Und das Morphogen-Virus wurde in 25 Jahren scheinbar nie wirklich ehrlich aufgearbeitet (Parabel auf die A-Bomben-Abwürfen in Japan 1945?).

Sektion 31 war Teil der “Exekutive” der Föderation, demokratische Legitimation hin oder her. Ausserdem muss jeder Staat seine humanen Werte im Rahmen der Ralpolitik mehr oder weniger “verbiegen”, auch die Förderation.
A-Bombe ist ein schlechtes Beispiel. Die war durch die hohen zu erwartenden Verluste – auf beiden Seiten – gerechtfertigt, wenn das JAP Festland angegeriffen worden wäre. Man kann ihnen vorwerfen, das sie die A-Bombe nicht über unbewohntem Gebiet gezündet haben.
Tragischerweise hat diese Erfahrung die Welt im Kalten Krieg als abschreckendes Beispiel sicherer gemacht.

Nein, auch die zu erwartenden Verluste bei der Einnahme des japanischen Festlandes waren in meinen Augen kein legitimer Grund. Es gibt KEINEN legitimen Grund, ZIVILISTEN zu bombardieren. Schon gar nicht Kinder, die für die politischen Verhältnisse in ihrem Land absolut NICHTS können. Wenn wir so anfangen, dann können wir als Menschheit wirklich einpacken.

Zum Glück hat die Menschheit noch nicht eingepackt…..leider gehören solch Entscheidungen zur Realität eines Krieges. Ich verstehe natürlich deine Argumente, aber ich kann die Enstcheidung der Amerikaner nachvollziehen. 1 -2 Mio Verluste riskieren oder eine A-Bombe abwerfen??

So ist es! Nichts ist “notwendig”! Diese Argumentation führt komplett in die Irre!

Leider ist das eben Realität, auch – das gebe ich zu- wenn es eine irre Argumentation ist. Aber in “irren” Lagen kommt man manchmal nur so weiter!

Eines hat die Staffel schon mal geschafft. Es werden rege Diskussionen über das Thema geführt. Vielleicht war das ja beabsichtigt

Beabsichtigt, weiß nicht. Auf jeden Fall kann man auf dieser Seite noch “normal” diskutieren!

Die sternenflotte war aber seit jeher nicht nur für die Erforschung sondernauch für die Verteidigung der Föderation zuständig. Siehe dominion Krieg oder klingonischer Krieg.

Gleichwohl sollte so etwas wie das misshandeln von Kriegsgefangenen ein absolutes no go sein.

Hier hoffe ich auch sehr dass das augearbeitet wird bzw. Geächtet.

Danke für die kritische Stellungnahme. Ich gehe voll mit!

Es hängt bei dieser Folge vieles davon ab, inwieweit man über die Löcher im Drehbuch hinwegsehen kann. Insgesamt macht die Folge durchaus Spaß und bietet einige nette Szenen. Allerdings werden viele von diesen, etwa mit Picard und Beverly als blutrünstige Mörder, auch stellenweise wieder demontiert. Hinzu kommen auffällige Fehlentscheidungen wie der Anschluss von Lore an die Systeme sowie die ewig gleichen tristen dunklen Korridore, die langsam wirklich zu nerven beginnen. Auch dass man allzu offensichtlich die Handlung noch auf die letzten Folgen streckt und man wieder mal keine weiteren Auflösungen bekommt, drückt die Wertung etwas nach unten. Also ja, die Folge macht einen kleinen Knick nach unten, ist aber beileibe kein Totalausfall. Bleibt zu hoffen, dass man sich nicht wieder in den letzten drei Folgen verrennt wie schon die Staffeln zuvor. Erstrezension: Star Trek: Picard 3x07 - "Dominion"
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